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Die Isola dei pescatori (Fischerinsel)

Die Isola dei pescatori ist eine kleine Insel, die zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreicht werden kann, wenn man der Landkarte 1 folgt. In einer märchenhaften Atmosphäre hallen die Stimmen der Tiere wider, die als natürliche Bewohner in diesen jahrhundertealten Sumpfgebieten herrschen: Wildenten, Reiher, Blässhühner, Kraniche ... inmitten der typischen mediterranen Wälder. In den zahlreichen traditionellen Fischerhütten („casoni“), die sich auf dieser Insel befinden, lebten einst die Fischer. Während der normalen Fischerzeit, wenn also die Fischer samstags nach Hause zurückkehrten, wurde die Hütte von ihnen allein bewohnt. Doch in einem gewissen Zeitraum des Jahres wohnten sie fast drei Monate lang in den Hütten. Dieser Zeitraum, der "fraima" bezeichnet wird, dauerte von September bis Weihnachten und ist eine für den Fischfang in der Lagune sehr günstige Zeit, denn der Herbstregen macht die Fische munter und lässt die Aale („bisati“) zum Meer wandern. Da die Fischer lange Zeit in ihren Hütten verbringen mussten, waren sie gezwungen, die gesamte Familie mitzunehmen und so luden sie Frau, Kinder und alles, was sie brauchten, wie z. B. Proviant und Kleider, in das Boot, alles in Bündel („fagoti“ genannt) gewickelt. Die Abreise erfolgte nach dem 8. September, dem Tag, an dem die Geburt der Heiligen Jungfrau gefeiert wird, die in Caorle seit damals „Madonna dei fagoti" genannt wird. Auf der Isola dei pescatori kann man eine dieser typischen Fischerhütten besichtigen und die alte Liebe zum Meer und die Geheimnisse des Lebens des Fischers von Caorle entdecken, den ihr auch heute noch dort antreffen könnt und der euch vielleicht Geschichten aus längst vergangenen Zeiten erzählt. Wenn ihr ein bisschen Glück habt, wird euch auch ein Teller "broeto" (Fischsuppenspezialität der Gegend) und ein gutes Glas Rotwein angeboten.
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